
Natürlicher Zeckenschutz, der wirklich funktioniert
Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?
Zwischen fünf und 30 Prozent aller Zecken* in Deutschland tragen Borrelien in sich, je nach Region und Entwicklungsstadium. Für Hunde, die täglich durchs Gras streifen, ist ein Zeckenbiss keine theoretische Gefahr, sondern Alltag. Trotzdem liest man überall die gleiche Empfehlung: chemische Spot-ons, Tabletten, fertig. Dass es auch anders geht, zeigen wir seit über 30 Jahren.
Warum Zeckenschutz beim Hund so wichtig ist
Krankheit | Erreger | Übertragungszeit | Häufige Symptome beim Hund |
|---|---|---|---|
Borreliose | Borrelia burgdorferi | ab ca. 16 Stunden | Lahmheit, Fieber, Appetitlosigkeit |
Babesiose | Babesia canis | ab 48 Stunden | Fieber, dunkler Urin, Blutarmut |
Anaplasmose | Anaplasma phagocytophilum | ab ca. 24 Stunden | Fieber, Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit |
FSME | FSME-Virus | innerhalb kurzer Zeit | Neurologische Störungen (selten beim Hund) |
(Quellen: Heile et al. 2007, Der Praktische Tierarzt; RKI)
Chemischer vs. natürlicher Zeckenschutz: Die verschiedenen Optionen im Überblick
Chemischer Zeckenschutz | Natürlicher Zeckenschutz | |
|---|---|---|
Wirkprinzip | Abtötung/Lähmung durch Nervengift | Abschreckung durch Duftstoffe und Hautmilieu |
Wirkdauer | 4–12 Wochen (je nach Produkt) | 3–7 Tage (regelmäßige Anwendung nötig) |
Nebenwirkungen | Möglich (GI-Trakt, Haut, selten neurologisch) | Sehr selten, in der Regel gut verträglich |
Geeignet für sensible Hunde | Eingeschränkt (MDR1, Welpen, Senioren) | Ja |
Umweltverträglichkeit | Belastend | Unbedenklich |
Natürlicher Zeckenschutz funktioniert grundlegend anders. Er tötet keine Zecken, sondern schreckt sie ab, zum Beispiel durch Geruchsstoffe, die Zecken meiden, und durch ein Hautmilieu, das für die Parasiten unattraktiv ist. Das erfordert mehr Konsequenz bei der Anwendung, dafür belasten Sie aber weder Ihren Hund noch die Umwelt.
Natürlicher Zeckenschutz: Diese Methoden funktionieren
Äußerer Schutz: Sprays und Spot-ons auf Pflanzenbasis
Innerer Schutz: Ernährung und Darmgesundheit
Umgebungsschutz: Schlafplatz und Zuhause
Kokosöl, Bernstein, Knoblauch: Was wirkt wirklich gegen Zecken?
Wie entferne ich eine Zecke beim Hund richtig?
- Werkzeug bereitlegen. Eine Zeckenpinzette aus Chirurgenstahl oder eine Zeckenzange eignet sich am besten. Kein Öl, kein Kleber, kein Drehen: Das reizt die Zecke und erhöht die Erregerabgabe.
- Dicht an der Haut greifen. Die Pinzette so nah wie möglich an der Bissstelle ansetzen, ohne die Zecke zu quetschen.
- Langsam und gerade herausziehen. Gleichmäßiger Zug nach oben, ohne zu reißen. Falls der Kopf stecken bleibt, nicht weiter herumprokeln. Der Körper stößt ihn in der Regel von selbst ab.
- Bissstelle versorgen. Ein mildes Pflegespray wie Akut.Spray kühlt und beruhigt die gereizte Hautstelle.
- In den folgenden Tagen beobachten. Achten Sie auf Rötungen rund um die Bissstelle, Lahmheit oder Fieber. Im Zweifelsfall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Häufige Fragen zum Zeckenschutz beim Hund
So starten Sie mit dem natürlichen Zeckenschutz
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