
So erkennen Sie hochwertiges Hundefutter
Wie erkenne ich gutes Hundefutter? Inhaltsstoffe, Fleischanteil & Qualitätskriterien
Sie möchten das Beste für Ihren Hund und stehen vor einem Regal voller Marken, Versprechen und Etiketten. Trockenfutter, Nassfutter, getreidefrei, mit hohem Fleischanteil, jede Packung verspricht das Optimum. Gutes Hundefutter zu erkennen ist trotzdem kein Zufall, sondern eine Frage weniger klarer Kriterien. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf es bei Inhaltsstoffen, Fleischanteil und Deklaration wirklich ankommt.
Was macht gutes Hundefutter aus? Die 5 wichtigsten Qualitätskriterien
Welches Hundefutter das beste für Ihren Hund ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Fünf Qualitätskriterien helfen Ihnen, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Hochwertige Eiweißquellen, klar deklariert. An erster Stelle der Zutatenliste sollte eine eindeutig benannte tierische Proteinquelle stehen, zum Beispiel „Muskelfleisch vom Huhn" statt „tierische Nebenerzeugnisse".
Hoher, transparenter Fleischanteil. Bei Nassfutter gilt ein Fleischanteil von mindestens 60 Prozent als guter Richtwert. Je genauer der Hersteller aufschlüsselt, woraus sich dieser Anteil zusammensetzt, desto besser können Sie die Qualität einschätzen.
Möglichst wenig pflanzliche Füllstoffe. Getreide, Soja oder Maiskleber haben als Hauptbestandteil im Hundefutter nichts verloren. Sie machen das Futter günstiger, verbessern den Nährwert für den Hund aber kaum.
Keine unnötigen Zusatzstoffe. Zucker, künstliche Aromen, Farbstoffe und chemische Konservierungsmittel sind Zeichen minderer Qualität. Ein gutes Hundefutter kommt ohne sie aus.
Offene Deklaration und nachvollziehbare Herkunft. Transparenz bei den Zutaten und beim Herstellungsort ist ein starkes Qualitätsmerkmal. Hersteller, die offen deklarieren, haben nichts zu verbergen.
Welche Inhaltsstoffe sind in gutem Hundefutter wichtig?
Die Inhaltsstoffe entscheiden darüber, ob ein Hundefutter Ihren Hund wirklich gut versorgt. Und nicht jeder Bestandteil auf der Verpackung ist gleich viel wert.
Hochwertige tierische Eiweißquellen
Hunde brauchen tierisches Eiweiß, denn es liefert essentielle Aminosäuren, die ihr Organismus nicht selbst herstellen kann.¹ Die Qualität der Proteinquelle macht dabei den Unterschied.
Muskelfleisch zählt zu den hochwertigsten Eiweißquellen im Hundefutter, da es ein für den Hund besonders günstiges Aminosäurenprofil liefert. Die Bezeichnung „tierische Nebenerzeugnisse" hingegen ist ein Sammelbegriff, der alles von Innereien über Knochen bis hin zu Schlachtabfällen umfassen kann.² Ob dahinter hochwertige Innereien wie Leber oder Herz stecken oder minderwertige Reste, lässt sich bei geschlossener Deklaration nicht erkennen.
Hinter Begriffen wie „Geflügelmehl" oder „Fleischmehl" verbirgt sich getrocknetes und gemahlenes tierisches Material. Diese Mehle sind nicht per se schlecht, können aber je nach Ausgangsmaterial stark in der Qualität schwanken. Achten Sie darauf, ob der Hersteller die genaue Tierart und den Anteil angibt.
Besonders transparent sind Single-Protein-Sorten mit nur einer einzigen tierischen Eiweißquelle. Sie erleichtern die Nachvollziehbarkeit und vereinfachen die Futterwahl für Hunde mit Unverträglichkeiten erheblich.
Diese Inhaltsstoffe sollten Sie meiden
Manche Zutaten haben in gutem Hundefutter nichts verloren. Sie dienen der Verarbeitung oder dem Erscheinungsbild, bringen Ihrem Hund aber keinen Nutzen.
Zucker und Karamell werden manchmal zugesetzt, um dem Futter eine appetitliche Farbe zu geben oder die Konsistenz zu verbessern. Für die Ernährung Ihres Hundes sind sie überflüssig und fördern langfristig Übergewicht und Zahnprobleme.
Künstliche Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe sind bei naturnahen Futterherstellern tabu. Sie sollen das Futter für den Menschen ansprechender wirken lassen, tragen aber nichts zur Futterqualität bei. Natürliche Alternativen wie Vitamin E (Tocopherole) reichen zur Konservierung aus.
Schlachtabfälle ohne klare Deklaration lassen sich hinter Sammelbezeichnungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" verstecken. Wenn der Hersteller nicht aufschlüsselt, welche tierischen Bestandteile in welchem Anteil enthalten sind, ist Vorsicht geboten.
Pflanzliche Eiweißextrakte wie Sojaprotein oder Maisgluten werden mitunter verwendet, um den Proteingehalt auf dem Etikett zu steigern, ohne dass tatsächlich mehr Fleisch enthalten ist. Das erhöht den Nährwert auf dem Papier, liefert dem Hund aber nicht die Aminosäuren, die er aus tierischem Eiweiß beziehen würde.
Wichtige Vitamine, Mineralien und Fettsäuren
Neben Eiweiß und Fleisch spielen Mikronährstoffe eine zentrale Rolle für die Gesundheit Ihres Hundes.
Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und unterstützen gemeinsam mit Omega-6-Fettsäuren Haut, Fell und Immunsystem.¹ Natürliche Quellen wie Lachsöl oder Leinöl sind hochwertiger als synthetische Zusätze, weil der Körper sie besser verwerten kann.
Spurenelemente wie Zink, Selen und Kupfer werden nur in kleinen Mengen benötigt, erfüllen aber wichtige Funktionen. Zink unterstützt das Immunsystem und die Wundheilung, Selen schützt die Zellen vor oxidativem Stress und Kupfer ist an der Bildung von Bindegewebe und Pigmenten beteiligt.¹
Natürliche Quellen aus vollwertigen Zutaten sind synthetischen Zusätzen vorzuziehen. Wer auf hochwertige Rohstoffe setzt, bringt viele dieser Nährstoffe schon mit dem Futter selbst mit und muss weniger nachträglich supplementieren.
Offene vs. geschlossene Deklaration: Was bedeutet das?
An der Deklaration auf der Verpackung erkennen Sie, wie transparent ein Hersteller arbeitet. Die EU-Futtermittelverordnung unterscheidet zwei Formen.³
Bei einer offenen Deklaration (auch Einzelfuttermittel-Deklaration) werden alle Zutaten einzeln mit ihrem prozentualen Anteil aufgeführt. Ein Beispiel wäre „Hühnerfleisch 50 %, Hühnerherzen 20 %, Karotten 10 %, Reis 8 %, Lachsöl 2 %". Sie sehen auf einen Blick, was im Futter steckt und in welchem Verhältnis.
Bei einer geschlossenen Deklaration (auch Gruppendeklaration) werden die Zutaten nur in Kategorien zusammengefasst, etwa „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse". Was sich genau dahinter verbirgt und in welchem Mengenverhältnis, bleibt unklar.
Die offene Deklaration ist ein klares Qualitätsmerkmal. Hersteller, die ihre Rezepturen vollständig offenlegen, zeigen damit Vertrauen in die Qualität ihrer Zutaten.
Wie viel Fleischanteil sollte gutes Hundefutter haben?
Über den richtigen Fleischanteil wird viel diskutiert. Wie viel Fleisch sinnvoll ist, hängt von der Futterart ab.
Bei Nassfutter empfehlen Ernährungsfachleute einen Fleischanteil von mindestens 60 Prozent. Besonders hochwertige Produkte liegen deutlich darüber und erreichen 70 bis 80 Prozent oder mehr. Der Rest sollte aus Gemüse, Obst, hochwertigen Ölen und gut verträglichen Kohlenhydratquellen bestehen.
Vorsicht bei Angaben wie „X % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse". Hier wird der Fleischanteil zusammen mit Nebenerzeugnissen in einer Sammelkategorie angegeben, was den tatsächlichen Muskelfleisch-Anteil verschleiert. Eine differenzierte Aufschlüsselung, die Fleisch und Nebenerzeugnisse getrennt ausweist, ist deutlich aussagekräftiger.
Die Unterscheidung zwischen Frischfleisch und Fleischmehl verdient ebenfalls einen genaueren Blick. Wird Frischfleisch als erste Zutat genannt, kann der tatsächliche Anteil nach dem Verarbeitungsprozess geringer sein als die Angabe vermuten lässt, denn das Wasser ist dann nicht mehr enthalten. Fleischmehl ist bereits getrocknet und konzentrierter, doch die Qualität schwankt je nach Ausgangsmaterial erheblich.
Hundefutter mit hohem Fleischanteil: Worauf Sie achten sollten
Wenn Sie Hundefutter mit hohem Fleischanteil suchen, achten Sie vor allem auf die genaue Aufschlüsselung der tierischen Bestandteile und die Proteinquelle.
Single-Protein-Futter enthält nur eine einzige tierische Eiweißquelle. Das hilft Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten und ist zugleich ein Qualitätsindikator. Wer nur eine Proteinquelle in hoher Konzentration einsetzt, muss bei der Rohstoffqualität keine Kompromisse machen.
Ein Beispiel für Nassfutter mit besonders hohem Fleischanteil ist die Tolle Rolle von ANIBIO. Diese Single-Protein-Alleinfuttermittel enthalten bis zu 92 Prozent Fleisch und sind in sechs Sorten erhältlich, darunter Ente, Huhn, Rind, Pferd, Ziege und Lachs.
Sollte Hundefutter getreidefrei sein?
Getreidefreies Hundefutter liegt im Trend. Ob es für jeden Hund die richtige Wahl ist, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen.
Hunde mit einer nachgewiesenen Getreideunverträglichkeit oder Futtermittel-Allergie profitieren von getreidefreiem Futter. Typische Symptome einer Unverträglichkeit sind wiederkehrender Durchfall, Blähungen, Hautprobleme oder übermäßiges Kratzen. Eine tierärztliche Ausschlussdiät bringt hier Klarheit.
Allerdings reagiert nicht jeder Hund empfindlich auf Getreide. Gut verträgliche Sorten wie Reis oder Hafer können durchaus Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Problematisch wird es vor allem, wenn Getreide als günstiger Füllstoff den Hauptanteil des Futters ausmacht und tierisches Eiweiß verdrängt.
Verträgliche Alternativen zu Getreide sind Süßkartoffel, Kartoffel und Erbsen. Sie liefern Kohlenhydrate und Ballaststoffe, ohne die typischen Unverträglichkeitsreaktionen auszulösen, die manche Hunde bei Weizen, Mais oder Gerste zeigen.
Rund um Getreide im Hundefutter kursieren auch einige Mythen. Einer davon lautet, dass Hunde überhaupt kein Getreide verdauen können. Tatsächlich haben sich Haushunde im Laufe der Domestikation genetisch an die Verdauung von Stärke angepasst und produzieren deutlich mehr Amylase als ihre Vorfahren.⁴ Die Frage ist deshalb weniger, ob Getreide grundsätzlich verträglich ist, sondern welche Art und in welcher Menge es verfüttert wird. Ein Futter, das zu 60 Prozent aus Weizen besteht, ist etwas anderes als eines mit 10 Prozent Reis.
Bei Hunden mit einer diagnostizierten Futtermittel-Allergie kann ein speziell abgestimmtes Futter sinnvoll sein. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Allergien beim Hund.
Auf der Verpackung gutes Hundefutter erkennen
Wer gutes Hundefutter erkennen möchte, sollte die Verpackung aufmerksam lesen. Vier Punkte helfen Ihnen dabei, die Qualität noch im Laden einzuschätzen:
Die Zutatenliste lesen, denn die ersten drei Positionen sind entscheidend.
Futtermittelhersteller müssen ihre Zutaten in absteigender Reihenfolge nach Gewichtsanteil auflisten.³ Steht an erster Stelle „Fleisch" oder eine klar benannte tierische Zutat, ist das ein gutes Zeichen. Beginnt die Liste mit „Getreide" oder „pflanzliche Nebenerzeugnisse", sollten Sie genauer hinschauen.
Bio- und Qualitätssiegel richtig einordnen.
Die Abkürzung kbA steht für „kontrolliert biologischer Anbau" und ist an die EU-Öko-Verordnung gebunden.⁵ Das Bio-Siegel setzt voraus, dass mindestens 95 Prozent der landwirtschaftlichen Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Auch die Angabe „hergestellt in Deutschland" kann ein Qualitätshinweis sein, da die deutschen Produktionsstandards im europäischen Vergleich als streng gelten.
Herkunft und Herstellungsort prüfen.
Nicht jeder Hersteller gibt den Produktionsstandort an, obwohl dies ein wichtiges Vertrauenssignal ist. Wer offen kommuniziert, wo und wie produziert wird, zeigt Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kunden und deren Tieren.
Werbeversprechen kritisch hinterfragen.
„Premium" ist kein geschützter oder gesetzlich definierter Begriff in der Futtermittelindustrie. Jeder Hersteller darf sein Produkt als „Premium" bezeichnen, unabhängig von der tatsächlichen Qualität. Prüfen Sie stattdessen die konkreten Inhaltsstoffe und die Art der Deklaration.
ANIBIOs Ansatz: natürliches Hundefutter mit hohem Fleischanteil
ANIBIO setzt seit 1995 konsequent auf natürliche Inhaltsstoffe für Hunde, Katzen und Pferde. Mit über 30 Jahren Erfahrung im Naturprodukt-Segment gehört ANIBIO zu den Pionieren in diesem Bereich und ist natürlich im Fachhandel erhältlich.
Das Alleinfuttermittel Tolle Rolle steht beispielhaft für diesen Ansatz. Als Single-Protein-Nassfutter enthält es bis zu 92 Prozent Fleisch und ist in sechs Sorten erhältlich, darunter Ente, Huhn, Rind, Pferd, Ziege und Lachs. Weil jede Sorte nur eine einzige tierische Eiweißquelle enthält, eignet sich die Tolle Rolle auch für Hunde mit empfindlicher Verdauung oder bei einer Ausschlussdiät.
ANIBIO verzichtet konsequent auf Konservierungsstoffe und künstliche Aromastoffe. Einen Überblick über alle Sorten finden Sie auf der Tolle Rolle Produktübersicht. Wenn Sie gezielt nach Futter für Hunde mit Sensitivitäten suchen, werden Sie bei unseren Produkten für Hunde mit Allergien fündig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Hundefutter ist wirklich das beste für meinen Hund?
Das beste Hundefutter passt zu den individuellen Bedürfnissen Ihres Hundes, also seinem Alter, seiner Größe, seinem Aktivitätslevel und möglichen Unverträglichkeiten. Achten Sie auf einen hohen Fleischanteil aus benannten Quellen, eine offene Deklaration und den Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe. Wenn Sie unsicher sind, hilft eine Beratung im Zoofachhandel oder bei Ihrer Tierarztpraxis weiter.
Ist getreidefreies Hundefutter immer besser?
Nicht zwangsläufig. Getreidefreies Futter ist vor allem für Hunde mit nachgewiesener Getreideunverträglichkeit sinnvoll. Gesunde Hunde vertragen gut aufgeschlossene Getreidesorten wie Reis oder Hafer in moderaten Mengen problemlos. Entscheidend ist, dass Getreide nicht als billiger Füllstoff den Großteil des Futters ausmacht.
Was bedeutet „offene Deklaration" bei Hundefutter?
Bei einer offenen Deklaration werden alle Zutaten einzeln mit ihrem prozentualen Anteil aufgelistet. Im Gegensatz zur geschlossenen Deklaration, die nur Sammelkategorien wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" nennt, erkennen Sie so genau, was im Futter steckt und in welchem Verhältnis.³
Woran erkenne ich, dass mein Hundefutter hochwertig ist?
An einer klar benannten Fleischquelle als erste Zutat, einem hohen Fleischanteil, einer offenen Deklaration, dem Verzicht auf Zucker und künstliche Zusatzstoffe sowie einer nachvollziehbaren Herkunft. Auch die Verträglichkeit gibt Hinweise, denn ein glänzendes Fell und eine stabile Verdauung sprechen für die Futterqualität.
Wie lange ist Hundefutter ungeöffnet haltbar?
Die Haltbarkeit variiert je nach Futterart und Hersteller. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung ist der beste Anhaltspunkt. Lagern Sie Futter kühl und trocken, um die Haltbarkeit nicht zu verkürzen. Nach dem Öffnen sollte Nassfutter im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Quellen
¹ FEDIAF (European Pet Food Industry Federation): Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs, 2024.
² Stiftung Warentest: „Fragen rund ums Hundefutter: So ernähren Sie Ihren Hund richtig" — test.de.
³ Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln.
⁴ Axelsson, E. et al.: „The genomic signature of dog domestication reveals adaptation to a starch-rich diet." Nature, 2013; 495: 360–364.
⁵ Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion (EU-Öko-Verordnung).
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