Zähne gesund – glücklicher Hund

Zahnprobleme treten laut Statistik bei mehr als 80% aller Hunde über drei Jahren auf. Zahngesundheit – und damit verbunden die richtige Zahnpflege – ist bei Hunden nicht weniger wichtig, als bei Menschen. Wichtig ist in jedem Fall eine frühzeitige Erkennung und Behandlung, um das Tier vor Schmerzen und weiteren Folgeerkrankungen zu schützen. Mit Aufmerksamkeit, Umsicht und Sorgfalt kann eine Menge zum Wohl des Hundes bewirkt werden.

Das Hundegebiss und seine Besonderheiten

Neben der Nutzung als Fresswerkzeug hat das Hundegebiss mehrere, für das Tier wichtige Aufgaben und Funktionen. So dient es in der Natur zur Jagd, als Waffe und nicht zuletzt auch als kommunikatives Ausdrucksmittel.

Hunde sind seit jeher Fleischfresser. Die Kombination aus Fangzähnen, Schneidezähnen sowie den vorderen und hinteren Backenzähnen ist für den Einsatz in freier Wildbahn konzipiert: fangen, halten und erlegen der Beute, das Fleisch von den Knochen nagen und kauen. Und eben dort – in freier Natur – hat die Beschaffenheit der Nahrung auch für entsprechende Zahnpflege gesorgt, denn durch reissen des Fleisches sowie kauen auf Knochen und Fell werden die meisten Beläge entfernt.

Wie wir Menschen werden auch Hunde zahnlos geboren und bekommen zuerst ein Milchgebiss. Dieses entwickelt sich ca. 3 Wochen nach der Geburt.  Mit den Milchzähnen lernen die Welpen nicht nur das Kauen, sondern auch den ersten Umgang mit der eigenen Bisskraft. Im Wurf werden etwa Geschwister geneckt und gezwickt, bis eine Reaktion erfolgt – und daraus ein eigener Erfahrungsrückschluss.

Nicht ungewöhnlich: unliebsame „Wechselwirkungen“

Zwischen dem dritten und dem siebten Lebensmonat erfolgt der Zahnwechsel.  In dieser Zeit dienen zu Frauchens und Herrchens Unmut oftmals Möbel und andere Gegenstände wie Schuhe, Spielzeug und alles, was Hund zwischen die Kiefer bekommt, als Kau-Objekte.

Das freche Verhalten in dieser Phase liegt darin begründet, dass die Vierbeiner den Ausfall der Milchzähne beschleunigen wollen, der mitunter unangenehm schmerzhaft sein kann.

Zuerst wechseln die Schneidezähne, dann die Fangzähne und schließlich die hinteren und vorderen Backenzähne – auch Prämoralen und Moralen genannt. Große Rassen beginnen mit dem Zahnen früher als kleine.

Zahn für Zahn spezielle Aufgaben

Das „erwachsene“ Gebiss eines Hundes besteht aus 42 Zähnen:

  • 12 Schneidezähne (6 im Ober- und 6 im Unterkiefer)
  • 4 Fangzähne (2 im Ober- und 2 im Unterkiefer)
  • 16 vordere Backenzähne (8 im Ober- und 8 im Unterkiefer)
  • 10 hintere Backenzähne (4 im Ober- und 6 im Unterkiefer)


Allerdings sind bei einigen Hunderassen genetisch bedingt bestimmte Zähne besonders kurz, bzw. nicht richtig ausgebildet. Fehlende oder kleine Backenzähne haben dabei in der Regel keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Bei Hunden mit extrem kurzer Schnauze bietet der Fang allerdings oftmals nicht genug Platz – wodurch es etwa durch nicht ausfallende Milchzähne zu Zahnfehlstellungen kommen kann. Selbstreinigende Mechanismen im Hundegebiss sind dann beeinträchtigt und es kann in der Folge zu Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und anderen Problemen kommen.


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Die häufigsten Probleme am Hundegebiss

  • Zahnfehlstellungen
  • Plaque / Zahnbeläge
  • Zahnstein
  • Zahnfleischentzündungen
  • Parodontose / Parodontitis
  • Karies
  • Rückbildung von Zahnfleisch und Kieferknochen
  • Zahnverlust


Früh erkennen, früh verbannen

Achtsame Besitzer-Augen können viel erkennen – und somit vorbeugen. Gelblich-braune Verfärbungen der Zähne oder braune Ränder am Zahnfleischrand weisen auf bakteriellen Befall und Plaque hin. Ebenso kann starker Geruch des Atems ein Indiz für eine Entzündung im Gebiss-Bereich sein. Diese leicht zu erkennenden Hinweise auf eine mögliche Erkrankung sollten unbedingt ernst genommen und behandelt werden.  

Fast immer beginnen die Probleme mit dem Nichterkennen bzw. dem Ignorieren von Plaque, also dem weichen Zahnbelag. Unbehandelt wird aus Plaque mit der Zeit Zahnstein, welcher wiederum zu weiteren Folgeerkrankungen führt. Zahnstein und Bakterien im Maul greifen das Zahnfleisch an und können zu dessen Rückgang und sogar zur Rückbildung des Kieferknochens führen, was im schlimmsten Fall Zahnverlust bedeutet. Die Bakterien können über das Maul zudem innere Organe wie Herz oder Nieren erreichen und schädigen.

Bereits leichte Beschwerden wirken sich schnell auf das Allgemeinbefinden der Vierbeiner aus, denn Zahnschmerzen führen oft (aber nicht immer) zum Desinteresse am Futter – was wiederum allgemeine Mangelerscheinungen begünstigt. Beobachtete Verhaltensänderungen, wie ein vorsichtigeres Fressverhalten, sollten genau beobachtet werden.

Hinweise auf Zahnprobleme beim Hund

  • übler Geruch des Atems
  • Zahnverfärbungen am Zahnfleischrand
  • gerötetes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten
  • Probleme beim Kauen
  • ungewohntes Schiefhalten des Kopfes

 

Wie Zahnstein entsteht

Die Ursachen für die Entstehung von Zahnstein liegen neben zuchtbedingten Zahnfehlstellungen fast ausschliesslich an falschem Futter und mangelnder Reinigung. Während des Fressens bilden sich aus einem Anteil Futtermittel – kombiniert mit Speichel und Bakterien – Beläge auf den Hundezähnen. Durch weitere Bakterientätigkeit und mineralische Anteile im Futter verhärten sich diese Beläge und werden schließlich zu Zahnstein, der dann ausschließlich vom Tierarzt entfernt werden kann.

Ursachen für Zahnfleischentzündungen

  • Zahnbeläge und Zahnstein
  • Fremdkörper wie Steine, Splitter und ähnliches
  • Kot anderer Tiere
  • Zahnfehlstellungen
  • zu weiches, breiiges Futter
  • Verletzungen

 

Prophylaxe: Ernährung, Pflege, Achtsamkeit

Neben der genauen Beobachtung von Veränderungen an Gebiss und (Fress-)Verhalten ist die richtige Ernährung, bzw. Zusammensetzung und Art des Futters wichtigste Grundlage für die Beschwerdefreiheit des Tieres.

Die Fütterung von Muskelfleisch etwa ist ein gutes Training für den Kau-Apparat mit reinigendem Effekt für die Zähne. Frische, ungekochte Knochen (nicht vom Schwein) kommen beim Hund gut an und helfen ihm bei der Gebiss-Hygiene.

Bereits im Welpenalter tut den Hunden ein Rinderknochen oder eine Kauwurzel gut – der Kiefer wird gestärkt, der Spieltrieb wird befriedigt. Auch ein Kauspielzeug aus Gummi kann zusätzlich unterstützen: der Hund entfernt dabei im wahrsten Sinne spielerisch weiche Zahnbeläge und massiert das Zahnfleisch. Bei Hunden in jedem Alter ebenfalls beliebt sind Leckerli in unterschiedlichen Formen und Sorten. Das Programm von ANIBIO bietet reichlich Auswahl für Kauspaß bei gleichzeitigem reinigenden Abrieb der Zähne zum Vermindern von Belägen. Wie immer gilt – beim Zufüttern solcher Snacks den Gesamtenergiebedarf des Tieres im Blick zu behalten, 

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Beim Futter beachten:

  • nicht zu weich und breiig
  • zuckerfreie Futtermittel und Kauartikel verwenden
  • naturbelassen Leckerlies
  • Verzicht auf Farb- und Konservierungsstoffe
  • Fördern der Kautätigkeit

 

Zähneputzen beim Hund – richtig ist wichtig

Um harte Beläge wie Zahnstein kümmert sich der Tierarzt. Damit es möglichst gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, schon die weichen Beläge regelmässig zu entfernen.

Aber Achtung: existieren bereits Zahnfleischprobleme, kann man den Zustand sogar ungewollt verschlimmern.

Idealerweise beginnt man mit der Zahnpflege beim Hund schon im Welpenalter. Das Tier ist dann von klein auf an die Prozedur gewöhnt und die Hygiene wird optimal unterstützt.

Für die Reinigung wird eine Hundezahnbürste benötigt, bei Hunden mit großem Gebiss bieten sich zudem Fingerpads an. Mindestens zweimal pro Woche sollte nun mit Hundezahnpasta das Gebiss gereinigt werden. Statt das Maul des Tieres zu öffnen empfiehlt es sich, die Lefzen anzuheben. Dabei reicht es, die sichtbaren Außenflächen der Zähne zu reinigen. Ein wenig Übung ist sicher nötig, das gilt für Frauchen, Herrchen und Hundchen. Aber die Routine zahlt sich aus. In jedem Fall zählt: Pflege ist Pflicht!

Mögliche Folgen mangelnder Zahnpflege

  • bakterielle Infektionen durch Zahnstein
  • Entzündungen des Zahnhalteapparates
  • Kieferabzesse
  • ausfallende Zähne
  • Erkrankung innerer Organe

 

Von A wie ANIBIO bis Z wie Zahngesundheit

Liebe zum Tier bedeutet Zeit für Zuwendung, Pflege und Ernährung mit natürlichen Inhaltsstoffen ohne Zusätze. Übrigens: Hunde mit viel Bewegung sind seltener von Parodontitis betroffen –  denn auch Bewegung fördert den Speichelfluss, der eben eine wichtige zahnreinigende Funktion hat. Ein agiles, ausgeglichenes Tier hat die besten Voraussetzungen für ein langes und schönes Hundeleben. Mit Herz und Tierverstand  tragen wir bei ANIBIO gern unseren Anteil dazu bei.

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