BARF in aller Munde – ANIBIO Ratgeber

Was bedeutet BARF?

Der Begriff ergibt sich aus der englischsprachigen Abkürzung für „biologically appropriate raw food“ oder auch „bones and raw food“, die inhaltlich am besten und einfachsten mit „biologisch artgerechtes rohes Futter“ übersetzt wird.

Bei vielen Tierfreunden herrscht der Eindruck, dass es sich bei BARF (bzw. Barfen) um einen relativ neuartigen, in Mode gekommenen Trend bei der Hunde-Ernährung handelt – dabei ist das Gegenteil der Fall. Schon seit Jahrtausenden orientiert sich das Hundefutter dicht an der Ernährung des Wildtiers, jedoch erfährt die naturnahe und ursprüngliche Methode aus Fleisch, Knochen und Gemüse als Alternative zu industriell gefertigtem Futter vielerorts einen steigenden Zulauf.

Natur pur: Barfen ist Nahrung – dicht am Ursprung.

Grundlage dieser einfachen Methode ist die Ernährungsweise wildlebender, fleischfressender Tiere. Bestehend aus Fleisch, Knochen, Innereien und in kleinen Mengen Obst und Gemüse, welches den Mageninhalt kleinerer Beutetiere nachahmen soll. Wie in der natürlichen Umgebung des Stammvaters der Hunde, dem Wolf, werden beim Barfen alle Nahrungsbestandteile roh verzehrt. Eine ideale, bedarfsgerechte Ergänzung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen lässt sich übrigens mit den ebenfalls naturbelassenen Produkten von ANIBIO hervorragend realisieren.

Bestandteile der BARF-Ernährung.

  • Fleisch (Muskelfleisch und Innereien)
  • Knochen, Knorpel, Sehnen
  • Fisch
  • Obst und Gemüse
  • Kohlenhydrate (Reis, Kartoffeln, Quinoa)
  • Öle (Lachsöl, Leinöl)
  • Vitamine, Mineralien, Spurenelemente


Alle Zutaten für den ausgewogenen Mix der BARF-Ernährung sind problemlos erhältlich und zu bevorraten. Fleischfresser brauchen Eiweiß, das im Idealfall eben im Fleisch erhalten ist, statt in Getreide. Die richtige Zusammenstellung aus Muskelfleisch und Innereien, kombiniert mit den angegebenen Ergänzungsprodukten bietet dem Hund alles, was im ursprünglichen Futter für die ausgewogene Versorgung des individuellen Anspruchs sorgt.

Vorteile bei der BARF Fütterung

  • positive Auswirkungen für ein starkes Immunsystem
  • Nährstoffe in natürlicher und leicht verdaulicher Form
  • förderlich für gesunde Muskulatur und Bänder
  • allgemein weniger Befall durch Parasiten
  • unterstützend für ein ausgeglichenes und ruhiges Wesen
  • Futter ist relativ günstig und individuell anpassbar
  • dichtes, seidiges Fell und weniger Eigengeruch


Das Immunsystem der Hunde lernt durch die Konfrontation mit in der Natur vorkommenden Keimen ­– die BARF-Nahrung ist für die Tiere leichter verdaulich und die Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf die gesamte Muskulatur und Stabilität von Bändern, Sehnen und Gelenken  aus. Weitere Vorteile sind häufig eine deutlich sichtbare Verbesserung des Fells und eine Minimierung des Eigengeruchs. Die Grundzutaten für den ausgewogenen BARF-Mix sind günstig erhältlich.

Vorurteile und falsche Mythen

  • BARF macht die Tiere aggressiver
  • leichterer Parasitenbefall durch den Verzehr von rohem Fleisch
  • unterschiedliche Mangelerscheinungen
  • Barfen ist kompliziert und aufwendig
  • BARF-Fütterung ist teuer


Die hin und wieder genannten, zu Unrecht auftauchenden Vorurteile sind nicht richtig. Die BARF - Ernährung macht Hunde in der Regel sogar ausgeglichener, der Nährstoffbedarf ist durch die artgerechten Bestandteile des Futters abgedeckt und gewisse Keime im Frischfleisch halten das Immunsystem widerstandsfähig, da dieses auf natürliche Art trainiert wird. Mit der richtigen Einkaufsliste und Bevorratung ist Barfen nicht teurer, als eine Fütterung mit Fertigprodukten.

Tipps zum BARF-Einstieg

Vorkenntnisse und intensive Erfahrung sind nicht nötig. Interesse für die Methode, Liebe fürs Tier und etwas Platz im Tiefkühlfach reichen aus, um jederzeit zu starten.

Grundsätzlich sollte der Fleischanteil bei ca. 70-80% liegen, Obst/Gemüse bei 20-30%.

Etwa die Hälfte des Fleischanteils sollte dabei aus Muskelfleisch bestehen, denn es liefert Mineralien, Proteine und Vitamine. 15-20% Pansen und Blättermagen, 10-15% fleischige Knochen und ebenfalls 10-15% Innereien ergänzen die wichtige Aufnahme von Eisen, Biotin, Kupfer und anderen Spurenelementen. Der Anteil an Obst & Gemüse liefert zudem wichtige Ballaststoffe.

Mit diesen ergänzenden Produkten von ANIBIO kann der Mix beim Barfen zusätzlich angereichert und verbessert werden – natürlich, effizient und frei von Zusatzstoffen.

BARF Hund Katze Ratgeber

Ob Welpe, junger Hund oder älteres Tier – grundsätzlich kann das Barfen in jedem Lebensabschnitt ausprobiert werden. Zwar ist auch eine radikale und komplette Umstellung des Hundefutters auf BARF machbar, wir empfehlen jedoch eine schrittweise Umstellung.

Wichtige Hinweise zum Start

Knochen und große Knorpel sollten dem Hund nicht gleich zu Beginn angeboten werden. Bis sich das Verdauungssystem umgewöhnt hat, sollten erst kleine Knorpel und weicherer Knochen auf dem Plan stehen. Kalbsknorpel und Hühnerhälse eignen sich für den Beginn besonders gut. Hat sich der Hund auch an das Kauen gewöhnt, können nach und nach größere Knochen folgen. Wichtig ist, die Knochenmahlzeit möglichst direkt nach der Hauptfütterung zu geben, damit sie zusammen mit dem Fleisch im Magen verdaut werden kann.

Das Fleisch sollte zu Beginn idealerweise gewolft, bzw. klein geschnitten sein, um die Größe der Happen allmählich zu steigern.

Richtwerte zur Menge

So individuell wie jeder Hund, so individuell ist auch die zu verfütternde Menge an BARF. Grundsätzlich orientiert sich die Futtermenge an Alter, Größe und Gewicht, Gesundheitszustand, Aktivität und weiteren Faktoren.

Welpen:

Manche Züchter geben den Welpen bereits zur Muttermilch frische Kost zu und barfen nach dem Absetzen komplett. Zu jeder Zeit kann einfach auf die Rohfütterung umgestellt werden. In der Wachstumsphase kalkuliert man zwischen 5 bis 6 % des Körpergewichts als tägliche Futtermenge im Mix 80% Fleisch (Muskelfleisch und Innereien) und 20 % Obst, bzw. Gemüse. Für die perfekte und ausgewogene Versorgung sorgt zusätzlich die Erfahrung von ANIBIO.

Erwachsene Hunde:

Das Aktivitätsniveau schwankt von Tier zu Tier teils erheblich, als Faustregel gelten 2 bis 4% des Körpergewichts als Futtermenge. Extrem agilen Hunden kann unter Umständen etwas mehr verfüttert werden – etwa in Form von zusätzlichen tierischen Fettquellen.

Ältere Hunde:

Die Senioren haben die wildesten Abenteuerzeiten schon hinter sich und brauchen oftmals eher gezielte Zugabe von Calcium und anderen Nährstoffen. Der Anteil der Hundefuttermenge kann auf ca. 2-3% des Körpergewichts gesenkt werden, um auf die „Linie“ zu achten und somit gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System zu schonen, bzw. fit zu halten. Zudem freut sich der reife Kau-Apparat über fleischige, weichere Knochen. ANIBIO bietet eine Menge natürliche und hocheffiziente Unterstützung bei der zusätzlichen Nährstoff-Versorgung des älteren Lieblings.

Trächtige Tiere:

Erst ab der vierten Woche werden die Embryonen über die Blutgefäße der Mutter mitversorgt, die Futtermenge sollte dann etwa um 10% erhöht werden. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen ist von Beginn an wichtig.

Ebenfalls sollte der Eiweißanteil im Futter gesteigert werden. Muskelfleisch vom Rind eignet sich hier etwa besonders gut.

Auch Katzen können gebarft werden

In der Kommunikation und den Informationsquellen zum Thema BARF steht meist der Hund im Mittelpunkt. Genauso eignet sich die Fütterungsform jedoch auch für Katzen, denen die ursprüngliche Wildtier-Ernährung gut bekommt. Bekanntlich fressen Katzen Mäuse und Beutetiere ähnlichen Formats – sie gelten demnach „natürlich“ als Fleischfresser. Der Anteil im handelsüblichen Katzenfutter weist bekanntlich ebenfalls einen hohen Fleischanteil auf.

BARF-Katze

 

Will man die Katze auf BARF umstellen, ist Geduld gefragt – denn Katzen sind bei der Abweichung vom Gewohnten skeptisch und vorsichtig. Ein möglicher Weg ist beispielsweise der vorerst tageweise Wechsel zwischen BARF und dem gewohnten Futter, um eine Gewöhnung zu erreichen. Auch bei Katzen kann das Rohfutter mit nährstoffreicher Supplementierung von ANIBIO ergänzt werden.

Empfehlung:
Bei der Umsetzung des Barfens im Alltag ist es nicht immer ganz einfach, eine bedarfsdeckende Ration zusammenzustellen. Beim Barfen gilt es, konsequent Mangelerscheinungen vorzubeugen. Bei Fragen oder Unsicherheit in Bezug auf die korrekte Zusammenstellung der Barf-Menüs für Ihren Hund bzw. Ihre Katze, empfehlen wir den Rat eines Tierarztes einzuholen.

 

 

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